E-Mobilität im Härtetest
bei der Feuerwehr Hamburg

Auf den ersten Blick sind sie kaum von ihren dieselbetriebenen Artgenossen zu unterscheiden: Die beiden elektrischen Rettungswagen WAS 500 Flux E-RTW, die seit wenigen Monaten bei der Hamburger Feuerwehr im Einsatz sind. Genau das ist gewollt – denn so können sie von den Einsatzkräften ohne aufwendige Schulung oder Umgewöhnung ebenso sicher und routiniert genutzt werden. Nach Berlin, Hannover, Köln und anderen deutschen Rettungsdienstbereichen vertraut jetzt auch Hamburg auf E-Mobilität im Rettungsdienst. Wie der Weg dahin in der Freien und Hansestadt gestaltet wurde und welche Prioritäten dabei gesetzt wurden, haben wir mit Jörg Baumann von der Technischen Beschaffung der Feuerwehr Hamburg nachverfolgt.
Würden Sie sagen, in Hamburg brauchen E-RTW besondere Eigenschaften?
Wir sagen hier in den Fahrzeugwerkstätten immer, was den „Hamburger Daumen“ überlebt, das ist auch gut für die Welt. Der Spruch geht darauf zurück, dass wir mal ein Bedientableau getestet haben, das bereits in 400 Fahrzeugen bestens funktioniert hat. Bei uns drückt der erste Hamburger Feuerwehrmann den Knopf mit zu viel Kraft durch und es gibt einen Kurzschluss. Seitdem baut der Hersteller übrigens einen Gummidämpfer ein. Von diesen Geschichten gibt es mehrere. Wir testen einfach gerne selbst noch mal genau, auch wenn andere schon zufrieden sind.
Hat der WAS 500 Flux E-RTW dem „Hamburger Daumen“ standgehalten?
Ja, das hat er bislang. Wir haben uns aber bei der Konzeption der beiden E-RTW auch im Vorfeld schon bei den Kollegen anderer Rettungsdienste schlau gemacht. Wir arbeiten inzwischen zum Beispiel sehr eng mit der Berliner Feuerwehr zusammen und wir haben uns das Projekt in Hannover angeschaut, wo ja das erste Testfahrzeug von WAS im Einsatz war. In Hamburg geht man also besonders gründlich vor. Wie war denn der Prozess vom ersten Interesse bis zur Beschaffung? Auf jeden Fall beschäftigen wir uns schon sehr viel länger mit E-Mobilität, als wir sie tatsächlich nutzen. Vorausgegangen war bei uns eine Senatsvorgabe, nach der alle Fahrzeuge, soweit möglich, elektrisch werden sollten. WAS hatte uns dann im Rahmen einer Roadshow das Thema E-Mobilität vorgestellt. Wir vereinbarten eine Testphase mit einem Vorführmodell, die wir nach sechs Wochen ausgewertet haben. Aufgrund der positiven Rückmeldung haben wir unsere Anforderungen zusammengetragen und uns auf dem Markt umgesehen. Eine Anforderung war zum Beispiel ein einheitlicher Ladestecker, und wir wollten einen automatischen Warnhinweis bei Unterspannung. Für unsere Vorstellungen – 5,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht bei schlanken Fahrzeugmaßen und guter Reichweite – hat sich WAS in der Ausschreibung als der beste Partner herausgestellt. Seit November 2024 haben wir die Fahrzeuge hier und seit Februar im Einsatz. Sie werden sehr viel genutzt und ich höre nichts Negatives, was in Hamburg immer als positiv gilt.

Der richtige Partner für den richtigen Einsatzort:
Der WAS 500 E-RTW
Ein besonderes Merkmal der neuen WAS 500 Flux E-RTW ist der Kofferausbau, der nach den individuellen Vorgaben der Feuerwehr Hamburg durchgeführt wurde. Dadurch bleibt das Arbeitskonzept für die Einsatzkräfte identisch mit dem der bisherigen Rettungswagen mit Verbrennungsmotor. Dies erleichtert den Übergang und stellt sicher, dass die Rettungskräfte ohne zusätzliche Schulungen effizient arbeiten können.
Wie war denn der Prozess vom ersten Interesse bis zur Beschaffung?
Auf jeden Fall beschäftigen wir uns schon sehr viel länger mit E-Mobilität, als wir sie tatsächlich nutzen. Vorausgegangen war bei uns eine Senatsvorgabe, nach der alle Fahrzeuge, soweit möglich, elektrisch werden sollten. WAS hatte uns dann im Rahmen einer Roadshow das Thema E-Mobilität vorgestellt. Wir vereinbarten eine Testphase mit einem Vorführmodell, die wir nach sechs Wochen ausgewertet haben. Aufgrund der positiven Rückmeldung haben wir unsere Anforderungen zusammengetragen und uns auf dem Markt umgesehen. Eine Anforderung war zum Beispiel ein einheitlicher Ladestecker, und wir wollten einen automatischen Warnhinweis bei Unterspannung. Für unsere Vorstellungen – 5,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht bei schlanken Fahrzeugmaßen und guter Reichweite – hat sich WAS in der Ausschreibung als der beste Partner herausgestellt. Seit November 2024 haben wir die Fahrzeuge hier und seit Februar im Einsatz. Sie werden sehr viel genutzt und ich höre nichts Negatives, was in Hamburg immer als positiv gilt.
Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft der WAS 500 Flux E-RTW aus?
Die laufen bei uns jetzt erstmal für 6 Monate an zwei Feuer- und Rettungswachen und wechseln dann an andere Standorte, damit wir sie insgesamt in 6 verschiedenen Bereichen einsetzen können. Zunächst an Feuer- und Rettungswachen mit einer sehr hohen Einsatzfrequenz, wie bspw. im Bereich der Reeperbahn und Innenstadt, dann an eher peripher gelegenen Wachen, an denen mehr Einsatzkilometer aufkommen. Nachdem wir diese Erfahrungen evaluiert haben, wird eine Entscheidung vorbereitet, wie es mit dem Ausbau der E-Mobilität im Rettungsdienst bei der Hamburger Feuerwehr weitergehen soll. Wie gesagt, wir sind sehr gründlich.

Jörg Baumann
Ingenieur in der Technischen Beschaffung der Feuerwehr Hamburg
Jörg Baumann ist zwar selbst kein Feuerwehrmann, aber bestens mit dem Rettungswesen vertraut. Nach seiner Kindheit in der Jugendfeuerwehr war er im Katastrophenschutz beim DRK aktiv, hat eine Ausbildung zum Rettungsassistenten abgeschlossen und war in dieser Funktion 12 Jahre lang unter anderem auch in Berlin im Rettungsdienst der Bundeswehr im Einsatz. Er hat Rettungsingenieurwesen in Hamburg und Köln studiert und ist inzwischen seit fünf Jahren bei der Feuerwehr Hamburg. Hier ist er als Angestellter für die Beschaffung von Fahrzeugen und Technik für den Rettungsdienst und die Feuerwehr zuständig. An seinem Beruf fasziniert ihn vor allem die große Abwechslung. Er besucht Firmen, Werkstätten, Feuerwachen und ist auf Messen unterwegs. Er liebt es, die Fahrzeuge, an deren Entwicklung er mitgewirkt hat, auf Hamburgs Straßen im Einsatz zu sehen.

Individuelle Rettungswagen: gebaut für Ihre Einsatzrealität
Jeder Einsatzort bringt eigene Herausforderungen mit sich. Deshalb entwickeln wir bei WAS keine Fahrzeuge von der Stange, sondern maßgeschneiderte Rettungswagen, die genau auf Ihre Anforderungen, Ihre Umgebung und Ihre Abläufe abgestimmt sind. Ob Stadt, Land oder Insel – wir liefern passgenaue Lösungen, die im Ernstfall den Unterschied machen.
Ihre Ansprechpartnerin
Simone
Bergmann
Leitung Marketing

























