Hauptmenü

Heiner Hofmann:
einer der ersten, einer der engagiertesten

Wenn Heiner Hofmann morgens durch die Fahrzeughalle der Rettungswache 18 in Bielefeld geht, ist das kein Pflichtprogramm, sondern gelebte Verbundenheit mit dem, was den Rettungsdienst im Kern ausmacht: Menschen, Technik, Verantwortung. Seit über zwei Jahrzehnten ist er Geschäftsführer der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH, einem deutschlandweit einzigartigen Zusammenschluss dreier Hilfsorganisationen. Noch viel länger ist er im Rettungswesen aktiv. Und kaum jemand ist so früh mit der WAS in Kontakt gekommen wie er. Die Kundennummer 8 spricht für sich.

Führung mit Nähe zur Praxis

Heiner Hofmann trägt als Geschäftsführer Verantwortung für ein Unternehmen mit über 230 Mitarbeitenden, darunter rund 100 Hauptamtliche und etwa 30 Freiwilligendienstleistende, dazu Nebenamtliche. Strategische Themen wie Personalgewinnung, Digitalisierung oder technische Weiterentwicklung gehören zu seinem Alltag. Zugleich sucht Hofmann konsequent den Austausch mit den Mitarbeitenden auf den Wachen. Für ihn ist Führung kein abstrakter Verwaltungsakt, sondern eng mit dem operativen Geschehen verbunden. Rettungsdienst versteht er als Teamleistung: „Der Austausch motiviert mich jeden Tag. Und wenn ich auch mal nur von einer jungen Mitarbeiterin in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr höre, wie ungewohnt, aber irgendwie doch ganz cool sie es fand, von einer Rentnerin zum Dank umarmt worden zu sein“, gibt Hofmann ein Beispiel. „Das sind so die Momente, da finde ich es einfach klasse, dass ich daran mitwirken kann und das Unternehmen hier so aufgestellt ist, dass wir solche Leistungen und Erlebnisse erbringen können.“

Zwei Sanitäter ziehen die Trage aus einem WAS 500 heraus.
Fünf Sanitäter stehen am Heck eines WAS 500 in einer Garage.
Zwei Personen stehen mit einem Ipad am Heck eines WAS 500.
Ein orangefarbenes Rettungsfahrzeug steht vor einem historischen Rathausgebäude.

Innovation ja, aber mit Sinn

Technische Innovationen hat Hofmann stets aufmerksam begleitet. Neue Lichtsysteme, veränderte Aufbaukonzepte oder ergonomische Weiterentwicklungen bewertet er aus Anwendersicht. Entscheidend ist für ihn nicht das technisch Machbare, sondern das praktisch Bewährte. Als wesentlichen Fortschritt der vergangenen Jahre sieht er unter anderem die Einführung elektrohydraulischer Tragensysteme: „Ich kenne Leute, die haben lange Zeit keinen Kofferaufbau gekauft, weil sie besser mit Kastenfahrzeugen klargekommen sind. Aber ich kenne keinen Notfallsanitäter, der heute sagen würde, er möchte gerne eine nicht elektrohydraulisch betriebene Fahrtrage nutzen.“ Sie stehen exemplarisch für Entwicklungen, die die körperliche Belastung der Einsatzkräfte reduzieren und gleichzeitig die Versorgungsqualität erhöhen. Technische Neuerungen müssen aus seiner Sicht immer dem Arbeitsschutz, der Effizienz und der Patientensicherheit dienen. Auch auf die Zukunft des Rettungsdienstes blickt er mit wachem Interesse. Er sieht die Notwendigkeit neuer Rettungsmittel-Konzepte, die zwischen klassischem KTW und vollausgestattetem RTW angesiedelt sind. Akut-Transportwagen, telemedizinische Unterstützung, Gemeindenotfallsanitäter, alles Themen, die seiner Meinung nach dringend vorangebracht werden müssen.

Vier WAS 500 stehen auf einem Parkplatz.

Kundenbeziehung mit Geschichte: WAS Kundennummer 8

Die Verbindung zur WAS begann, wie Hofmann sagt, „quasi crash-mäßig“. Im Jahr 1991 war er gerade neu beim DRK in Bielefeld, als dort ein Rettungswagen bei einem damals noch jungen Fahrzeugausbauer im Emsland bestellt wurde. „Wir dachten, wir geben dieser Firma mal eine Chance.“ Der Name: Boddenberg (heute WAS). Der Ort: Wietmarschen. Der Rettungswagen: vermutlich der dritte überhaupt, der dort gebaut wurde. Seitdem ist viel passiert, man blieb im Kontakt. Als die WAS wuchs und später nach Emsbüren umzog, veränderte sich vieles, doch der kontinuierliche, fachliche Austausch blieb. Hofmann kennt nicht nur die Fahrzeugtypen, sondern auch viele Projektverantwortliche persönlich. Er schätzt die gemeinsame Entwicklung und das produktive Ringen um die beste Lösung.

Gemeinsames Verständnis: Das Fahrzeug als Arbeitsplatz 

In Bielefeld stehen heute unterschiedliche Fahrzeugkonzepte im Dienst. Zuletzt wurden vier Koffer-KTW auf Mercedes-Benz-Basis in Betrieb genommen. Dabei setzten sich Hofmann und sein Team bewusst für einen klassischen Innenausbau ein, der nicht ganz dem Vorschlag des WAS-Projektteams entsprach. Dass solche Positionen auch mal gegen die Standardlinie eines Herstellers stehen, ist für ihn kein Widerspruch, sondern Ausdruck einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Entscheidend ist für Hofmann dabei weniger die Marke als das Ergebnis: „Ein Rettungsfahrzeug ist ein hochspezialisierter Arbeitsplatz. Es ist das, was für Büroangestellte ein angenehmes Raumklima, ein ergonomischer Schreibtisch und vernünftige technische Ausstattung ist. Das müssen wir transferieren, denn wenn wir ein Rettungsfahrzeug beschaffen, beschaffen wir auch einen Arbeitsplatz, den man im krassesten Fall 24 Stunden am Stück nutzt“, betont er. Wer dort arbeitet, benötigt verlässliche Technik, durchdachte Abläufe und eine Ausstattung, die auch bei langen Schichten Sicherheit und Effizienz gewährleistet. Diese Haltung prägt die Abstimmungen mit Herstellern ebenso wie interne Beschaffungsprozesse.

Übergabe von drei WAS 500 an Stadt Homburg auf dem WAS Firmengelände

Einmal Rettungsdienst, immer Rettungsdienst

2027 wird Heiner Hofmann seine aktive Laufbahn im Rettungsdienst beenden. Die Übergabe an die nächste Generation ist vorbereitet, Wissen und Erfahrung werden strukturiert weitergegeben. Sein Wirken ist dabei weniger an einzelne Projekte gebunden als an eine Grundhaltung: Rettungsdienst als verantwortungsvolle Aufgabe, die kontinuierliche Weiterentwicklung verlangt. Die Verbindung zu Partnern, mit denen über Jahre hinweg konstruktiv zusammengearbeitet wurde, ist Teil dieser Entwicklungsgeschichte. Heiner Hofmann steht für Kontinuität, fachliche Klarheit und die Bereitschaft, Neuerungen kritisch, aber offen zu begleiten. Einer der ersten – und bis heute einer der engagiertesten.

Die verschiedenen Rettungsdienste in Bielefeld.

Das ist die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH

Die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH ist bundesweit die einzige gGmbH dreier Hilfsorganisationen. Im Auftrag des Feuerwehramtes der Stadt Bielefeld leistet sie hochqualifizierte Gesundheitsversorgung in Krankentransport und Notfallrettung für die Bielefelder Bevölkerung. An vier Rettungswachen mit bis zu vierzehn Kranken- und Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Einsatzleitwagen absolvieren 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ca. 28.000 Einsätze im Jahr. Sanitätswachdienste, die Schnelleinsatzgruppe (SEG) und ein umfangreicher Bildungsbereich ergänzen die Dienstleistungen, die in einem Qualitätsmanagementsystem zertifiziert sind.

Individuelle Rettungswagen: gebaut für Ihre Einsatzrealität

Jeder Einsatzort bringt eigene Herausforderungen mit sich. Deshalb entwickeln wir bei WAS keine Fahrzeuge von der Stange, sondern maßgeschneiderte Rettungswagen, die genau auf Ihre Anforderungen, Ihre Umgebung und Ihre Abläufe abgestimmt sind. Ob Stadt, Land oder Insel – wir liefern passgenaue Lösungen, die im Ernstfall den Unterschied machen.

 

mehr erfahren

Ihre Ansprechpartnerin

Simone Bergmann
Leitung Marketing

Simone Bergmann, Head of Marketing, WAS