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René Fleischer über Rettungsdienst & Führung
Einblicke in einen modernen Rettungsdienst

René Fleischer ist seit 1993 bei den Maltesern in Dresden beschäftigt und hat dort 20 Jahre aktiv in der Notfallrettung gearbeitet. Seit fast drei Jahren ist er als Geschäftsführer zuständig für das Resort Notfallvorsorge und Rettungsdienst in Sachsen. Das beinhaltet die gesamte administrative Lenkung und Leitung des Rettungsdienstes der Malteser inklusive Qualitätsmanagement und Personalführung. Die große Verantwortung, die seine Position mitbringt, sieht er als Ehre. Sein Anspruch: die Malteser in Dresden nach ihren Leitsätzen im Sinne des Gemeinwohls wirtschaftlich erfolgreich zu führen. Wir durften René Fleischer im Rahmen einer 2021 angebahnten Flottenbeschaffung kennenlernen und haben mit ihm zusammen inzwischen mehrere RTW, NEF, KTW und ITW geplant, die zum Teil schon im Regelrettungsdienst eingesetzt werden. Bis 2026 wird die Flottenbeschaffung aus insgesamt 20 Fahrzeugen abgeschlossen sein. Wir haben uns mit ihm über seinen Beruf und die Besonderheiten des Malteser Hilfsdienstes unterhalten.

Malteser mit WAS-Hydro-Universaltrage vor WAS-Rettungswagen
Malteser-Rettungsdienst im Einsatz mit WAS-Rettungswagen
Malteser knieend vor WAS-Rettungswagen
Teambild Malteser-Rettungsdienst vor WAS-Rettungswagen

„Ist Ihre Position als Geschäftsführer genauso aufregend wie der Rettungsdienst?“

Es gab Momente im Rettungsdienst, da haben mir schon die Knie geschlottert. Natürlich wird man mit den Berufserfahrungsjahren ruhiger. Für einen Geschäftsführer ist die Budgetverantwortung aufregend. Das ist jetzt eine andere Herausforderung, aber sie ist genauso interessant und macht genauso viel Spaß wie die Tätigkeit im Rettungsdienst. Was hat sich in Ihrer Zeit bei den Maltesern verändert, was ist gleichgeblieben? Als ich 1993 im Rettungsdienst der Malteser in Sachsen angefangen habe, hatte ich die Mitarbeiternummer 13 – es wurden fortlaufende Nummern vergeben. Aktuell bin ich für ca. 860 Vollzeitangestellte und Auszubildende verantwortlich. Das ist schon ein Sprung nach vorn und eine große Veränderung. Auch technisch hat sich einiges getan. Ehrlich gesagt, als ich mich für die Malteser entschieden habe, haben mich menschliche Werte und vor allem die verbindliche Art des damaligen Geschäftsführers überzeugt, kein moderner Fuhrpark oder neue Gebäude. Gleichgeblieben ist zum Glück die soziale Komponente. Mein Team ist immer noch genauso wichtig. Auch wenn ich jetzt im Organigramm vielleicht ganz oben stehe, ohne mein Team wäre meine Tätigkeit gar nicht möglich.

„Was zeichnet die Malteser aus Ihrer Sicht besonders aus?“

Ich bin stolz auf unseren Umgang miteinander. Ich verbinde mit der Geschichte der Malteser den Fokus auf die Menschen, die uns anvertraut sind. Wir sehen den Menschen als Ganzes. Wir sind dabei, wenn Menschen ihren ersten Atemzug erleben und auch bei Menschen, die das zum letzten Mal tun. Und dazwischen gibt es einfach so viel Leben, so viele individuelle Situationen. Rettungsdienst ist nicht nur Leben retten, sondern ganz viel, was davor passiert. Uns macht besonders, dass diese Einstellung bereits eine 900 Jahre lange Geschichte hat.

„Was sehen Sie als größte Herausforderungen des Rettungswesens in Ihrer Region?“

Niemand kann vorhersehen, wie die Dinge sich entwickeln werden und welche Auswirkungen politische Entscheidungen auf den Rettungsdienst haben werden. Wenn beispielsweise mehr Krankenhäuser schließen, erweitern sich natürlich auch die Fahrtstrecken eines Rettungswagens. Das wiederum führt im nächsten Schritt dazu, dass die Fahrzeugbemessungsgrundlagen sich verändern. Das heißt also, man muss die Vorhaltezeiten im RTW-Bereich erhöhen, braucht Stellplätze für die Fahrzeuge und auch die Leute, die die Einsätze fahren – kurz gesagt: Planungssicherheit ist ein Thema, aber mit technischem Fortschritt wie beispielsweise der Telemedizin haben wir Möglichkeiten, zu reagieren. Bei diesen Herausforderungen kann uns die WAS als Hersteller unterstützen.

WAS 300_Rettungswagen_Mercedes-Benz

schräge Frontansicht des WAS 300

Malteser Hilfsdienst …weil Nähe zählt.

Als 1048 Kaufleute aus Amalfi in der Nähe der Grabeskirche und der Kirche des hl. Johannes zu Jerusalem ein Hospiz zur Betreuung erkrankter Pilger gründeten, haben sie sich sicherlich keine Vorstellungen davon gemacht, dass sie damit den Grundstein für eine der größten karitativen Organisationen in Deutschland setzten. International sind die Malteser in über 30 Ländern aktiv. Der heutige Malteser Hilfsdienst wurde 1953 als Gemeinschaftsprojekt des Malteserordens und des Deutschen Caritasverbandes gegründet. Die Organisation engagiert sich bundesweit in den Bereichen Notfallrettung, Katastrophenschutz, Soziale Dienste, Hospizarbeit und internationale Hilfsprojekte. Mit rund 58.700 ehrenamtlichen und über 40.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden ist der Malteser Hilfsdienst damit eine tragende Säule des deutschen Rettungs-, Sanitäts- und Sozialwesens. In Dresden, der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, befinden sich die Landesgeschäftsstelle, mehrere Rettungswachen sowie die größte Dienststelle inklusive mehrerer Außenstandorte der Malteser in Sachsen. Aktuell werden dabei allein im Rettungsdienst ca. 860 Menschen in Vollzeitstellen inkl. 60 Auszubildende beschäftigt. Das Motto der Malteser „...weil Nähe zählt.“ unterstreicht die gelebte Nächstenliebe und den sozialen Auftrag, Menschen in Not zu helfen, unabhängig von Herkunft oder Religion.

„Warum haben Sie sich für WAS entschieden?“

So eine Ausschreibung ist ein sehr transparenter Prozess. Wir definieren einen Aufgaben- und Anforderungskatalog und schauen uns die verschiedenen Anbieter an. Die WAS hat den Zuschlag bekommen, weil die Angebote unserem Kriterienkatalog entsprochen haben und weil wir das Gefühl hatten, mit der WAS einen leistungsfähigen Partner zu finden, der auch in der Lage ist, dieses Paket erfolgreich zu bearbeiten.

„Und wie läuft die Zusammenarbeit?“

Läuft! Und das bedeutet für uns läuft richtig gut. 2021 haben wir mit der WAS die ersten Unterschriften unter Verträge gesetzt und jetzt haben wir 2025 und in vier Jahren ändert sich natürlich einiges. Das bedeutet, wir müssen mit unserem Partner WAS wieder ins Gespräch gehen und fragen, was gibt es möglicherweise inzwischen für technische Neuerungen, die wir brauchen oder auch nicht? Und bei der WAS gibt es dann Menschen, die sagen können: „Genau diesen Fall habe ich an einer anderen Stelle schon mal gehabt, den haben wir aber ganz anders gelöst. Darf ich euch das mal zeigen?“ Und am Ende gehen wir nach so einem klassischen Tag Bauberatung beide mit einem guten Gefühl auseinander. Man braucht eine gewisse Flexibilität – vor allem, wenn sich ein Vertrag über so viele Jahre hinzieht.

„Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihres Rettungsdienstes?“

Dass wir bei den Themen Wirtschaftlichkeit und Menschen den Rettungsdienst qualitativ so erfolgreich weiterentwickeln, wie wir das in den letzten Jahren auch gemacht haben, um unsere Arbeit in der modernen Zeit immer noch so gut zu machen, wie seit mehr als 900 Jahren.

Individuelle Rettungswagen:
gebaut für Ihre Einsatzrealität

Jeder Einsatzort bringt eigene Herausforderungen mit sich. Deshalb entwickeln wir bei WAS keine Fahrzeuge von der Stange, sondern maßgeschneiderte Rettungswagen, die genau auf Ihre Anforderungen, Ihre Umgebung und Ihre Abläufe abgestimmt sind. Ob Stadt, Land oder Insel – wir liefern passgenaue Lösungen, die im Ernstfall den Unterschied machen.

 

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Ihre Ansprechpartnerin

Simone Bergmann
Leitung Marketing

Simone Bergmann, Head of Marketing, WAS